ZeckLab
Was tun …  … nach einem Zeckenstich?  Jede Zecke kann infiziert sein. In der Haut festsitzende Zecken sollten möglichst bald entfernt werden, da die  Wahrscheinlichkeit einer Infektion mit der Dauer des Saugaktes zunimmt. Für die Entfernung eignet sich am  Besten eine feine Splitterpinzette, mit der die mit Widerhaken versehenen Mundwerkzeuge der Zecke direkt  über der Haut erfasst und die Zecke nach hinten oben - entgegen der Stichrichtung - aus der Stichwunde  herausgezogen wird.  Wird die Zecke nur mit Hilfe der Finger aus der Stichwunde gelöst, ist darauf zu achten, dass die Zecke  zwischen Zeigefinger- und Daumenende im Bereich des Köpfchens eingeklemmt und durch langsames Ziehen  vorsichtig herausgehebelt wird. Leicht schiebende Bewegungen vor dem Ziehen erleichtern die Ablösung der  Mundwerkzeuge.  Wichtig ist, dass der Zeckenleib nicht ge- oder zerquetscht wird, da dies eine Infektion fördern kann. Ebenso  sollte davon abgesehen werden, die Zecken vor ihrer Entfernung mit Öl, Cremes, Alkohol, Nagellackentferner  oder ähnlichen Substanzen zu bedecken, damit es nicht zu einer verstärkten Absonderung von erregerhaltigem  Speichel kommt. Ist die Zecke entfernt, sollte sie zur Untersuchung auf das Vorliegen von Krankheitserregern eingesandt  werden. In etwa 25 Prozent der bisher untersuchten Zecken konnten Infektionen nachgewiesen und  Behandlungen frühzeitig eingeleitet werden.  Für die Einsendung wird die Zecke nach dem Entfernen in ein kleines Gefäß (z. B. Filmdose, Serumröhrchen)  oder eine kleine verschließbare Plastiktüte verbracht; bitte die Zecke nicht mit Klebeband aufkleben!  Außerdem sollte der Gefäß- bzw. Tütenverschluss zusätzlich einmal quer mit Klebeband gesichert werden,  damit dieser auf dem Postweg nicht aufspringen kann und die zu untersuchende Zecke verloren geht. Die  Einsendung kann über eine Arztpraxis oder auch privat erfolgen. Eine Abgabe direkt im Labor ist zu den  Öffnungszeiten ebenfalls möglich.  … , wenn das Köpfchen in der Haut bleibt?  Manchmal gelingt es nicht, die Zecke ganz zu entfernen und das „Köpfchen“ bleibt in der Haut stecken. In den  meisten Fällen wird dieses innerhalb weniger Tage von der Haut als Fremdkörper abgestoßen („es wächst  heraus“). Sollte es jedoch zu einer Entzündung an der Stichstelle kommen, ist es empfehlenswert, einen Arzt  aufzusuchen.  Die Gefahr einer spezifischen Infektion mit Borrelien, Anaplasmen oder dem FSME-Virus geht von dem  Köpfchen nicht mehr aus, da sich auch die Speicheldrüsen der Zecken in deren Hinterleib befinden. 
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