Herpesvirusinfektionen des Pferdes:  Die bei Pferden in der ganzen Welt vorkommenden Equinen Herpesviren lassen sich in 5 Serotypen unterteilen:  EHV1, EHV2, EHV3, EHV4 und EHV5. Die beiden aus klinischer Sicht wichtigsten EHV des Pferdes sind die  Subtypen EHV1 die zu Stutenaborten, und EHV4 die zu Rhinopneumonitis (Entzündung des Nasenrachenraumes und  der Lunge) führen kann.  Ein hoher Prozentsatz der Pferde setzt sich mit dem Erreger auseinander ohne klinisch erkennbare Anzeichen. Die  wichtigste Art der Verbreitung ist die Tröpfcheninfektion mit Sekreten der Atemwege (Husten, Aerosol) und Aufnahme  über den Respirationstrakt. Pferde können jedoch auch Virusausscheider ohne erkennbare klinische Symptome sein  (Reservoir). Bei diesen sogenannten latent infizierten Pferden kann es z.B. durch Stress bedingt zu einer Aktivierung  der Infektion und so zu einer erneuten Virusausscheidung kommen. Eine Ansteckung weiterer Pferde ist somit wieder  gegeben.   Übertragung:  Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion (direkten Kontakt) zwischen den Pferden. Eine indirekte  Übertragung über Putzzeug, Schubkarren oder Personal ist nicht auszuschließen, spielt aber eher eine  untergeordnete Rolle.  Geimpfte Tiere scheiden deutlich weniger Virus aus (ca. 10%), daher ist eine regelmäßige Schutzimpfung des  gesamten Bestandes dringend zu empfehlen. Nur so kann ein Infektionsdruck zwar nicht verhindert, jedoch möglichst  gering gehalten werden.  Diagnose:  Der Nachweis ist möglich durch eine gepaarte Untersuchung und Bestimmung der Antikörper im Abstand von ca. 14  Tagen. Auch kann der Erreger mittels PCR aus den weißen Blutzellen nachgewiesen werden. Ein positiver Nachweis  mittels PCR sollte jedoch nicht zwingend in Verbindung mit einer akuten Infektion gebracht werden, da so auch der  Nachweis von persisitierendem Virus einer schon einmal stattgehabten Infektion gelingt.  Schutzimpfung:  Fohlen aus sicher geimpften Stuten sollten erstmals mit 8 Monaten geimpft werden, wobei die Grundimmunisierung  insgesamt aus 3 Impfungen besteht. Der Abstand der ersten beiden Impfungen sollte hierbei nicht weniger als 6  Wochen betragen. Die dritte und letzte Impfung der Grundimmunisierung erfolgt dann nach 6 Monaten.   Fohlen aus nicht geimpften Stuten sollten bereits mit 5 Monaten geimpft werden. Die zweite Impfung erfolgt dann 4  Wochen später (ca. 6. Lebensmonat). Wiederholungsimpfungen sind dann in 6- monatigem Intervall durchzuführen   (Quelle: Dietz, O. u. B. Huskamp (2005). Handbuch der Pferdepraxis. Kap. 20.7.3. Herpesviren. Enke Verlag  Stuttgart, S. 371-379.) 
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EHV Erkrankungen beim Pferd Gegenwärtige Situation: Gegenwärtig geht bei Pferdebesitzern die Furcht vor dem Herpesvirus um. Die Verunsicherung ist groß, und  es stellt sich die Frage: “Wie verhalte ich mich richtig?” Aus Anst vor Ansteckung haben einige Höfe ihre  Reitställe geschlossen. Andere halten das wiederum für übertrieben. Die Meinungen gehen hier also weit  auseinander. Deshalb gibt es nur die Möglichkeit, wenigstens die Dinge in Angriff zu nehmen, die uns zur  Verfügung stehen, und das sind Hygiene und Impfung. 
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