Welche Fliegenarten davon kommen im Stall vor? In Ställen treten die gemeine Stubenfliege und Stechfliegen (Wadenstecher) auf. Auch Stechmücken können in  größerer Anzahl von außen in die Ställe eindringen und sehr lästig werden.  Wie kann der Fliegenbefall im Stall bekämpft werden? Generell muss das Stallfliegenproblem durch die Vernichtung der Fliegenmaden in den nahen Brutstätten  (Dungbeseitigung), Verhinderung des Zuflugs (Fliegengitter) und die Bekämpfung durch Entwesung (Ausbringung  insektizider Beläge, Sprühen, Fliegenköder usw.) angegangen werden. Fliegengitter und –vorhänge können guten  Schutz vor Zuflug bieten. Die Kombination der Bekämpfungsverfahren muss vor Ort und mit Sachkenntnis beurteilt  werden. Inkonsequenz im Vorgehen und sich entwickelnde Resistenzen bei Fliegen stellen die häufigsten  Schwächen in der Fliegenbekämpfung dar.  Welche Fliegen und Bremsen belästigen Pferde auf der Weide? Die auf der Weide Pferde befallenden Fliegen sind überwiegend andere Arten als die im Stall. Ihre gesamte  Entwicklung und Biologie, einschließlich die der Bremsen, vollzieht sich im Freien. Sie sind also ein saisonales  Problem in der Weidesaison.  Auch hier tritt der Wadenstecher (Stomoxys) auf, jedoch nur dort, wo ein Unterstand Schatten für die Brut bietet. Die  auf Rindern sehr häufig in großen Zahlen auftretende kleine Weidestechfliege brütet im Rinderdung (Kuhfladen) und  ist daher nur gelegentlich an Pferden zu finden, wenn Rinder in der Nähe weiden.  Generell stellen jedoch bei Pferden auf der Weide die nicht stechenden Fliegen den überwiegenden Teil der  Lästlinge. Sie lecken und saugen an den Augen (Augenfliegen), an den Nüstern und am Maul. Dabei können sich  ganze Trauben von Fliegen an den Köpfen der Pferde bilden und sorgen für andauernde Unruhe. Beim Lecken von  Schleim an Wunden nehmen sie auch Krankheitserreger auf und verbreiten diese. Bindehaut- und  Augenentzündungen sind die Folgen. Auch Magen- und Fadenwürmer werden durch Fliegen übertragen.  Sind Bremsen eigentlich auch Fliegen? Bremsen sind mit den Fliegen nahe verwandt. Sie unterscheiden sich jedoch in der Anatomie und in der Biologie.  Unsere Bremsenarten sind alle kräftige Flieger. Sie stechen schmerzhaft und saugen Blut. Ihre Entwicklung findet in  feuchter Erde (amphibisch) im Schlamm und in der Erde an Gräben und Tümpeln statt. Die Entwicklung der   Larvenstadien über die Puppen bis zu den fertigen Bremsen dauert bis zu drei Jahre. Die bei uns vorkommenden  Arten haben ausgeprägte Saisonaktivitäten. Meistens sieht man bei uns die kleinen Regenbremsen in großer Zahl;  gebietsweise treten während des Hochsommers auch die größeren Viehbremsen verstärrkt auf.   Sind auch Mücken für Pferde auf der Weide von Bedeutung? In Wassernähe können Stech- und Kriebelmücken für Pferde lästig und auch gefährlich werden. Stechmücken  stellen häufig eine regelrechte Plage dar. Sie sind auch als Überträger von Viren bekannt. Die beste Bekämpfung ist  die Vernichtung der Brutstätten, die jedoch häufig aus ökologischen Gründen nicht in Frage kommt.   Bei Kriebelmücken ist die Situation ähnlich. Nur treten Kriebelmücken in kürzeren Schüben, dafür aber in großen  Schwärmen auf. Ihre Stiche führen zu punktförmigen Blutungen an den Stichstellen, an denen Blut austritt  (Innenseite der Ohrmuschel!). Das im Frühjahr häufige Massenauftreten von Kriebelmücken in der Nähe von  Fließgewässern kann zu plötzlichen Todesfällen bei Pferden auf der Weide führen.   Gnitzen sind winzige Mücken die, auch Menschen im Bereich der kurzen Kopfhaare stechen. Bei Pferden treten sie  zwischen den Haaren während der Abendstunden in Massen auf. Beim Stechen injizieren sie mit ihrem Speichel  einen Eiweißstoff, der zur Allergisierung führt. Das bei manchen Pferderassen (Isländer) besonders häufig  auftretende Ekzem (Sommerräude) ist auf Gnitzenstiche zurückzuführen.  Wie kann man Pferde vor fliegenden Insekten auf der Weide schützen? Die Entwicklung und Vermehrung der Weidefliegen im Freien verbietet aus Umweltgründen eine Bekämpfung mit  Insektiziden an den Brutstellen, da hierbei auch alle nicht schädlichen Insekten abgetötet werden. Die Bekämpfung  von Fliegen bei Pferden auf der Weide ist daher auf die Abwehr der Insekten gerichtet. Seit Jahrzehnten sind Netze  über dem Kopf der Pferde als Fliegenschutz in Gebrauch. Weiterhin bietet ein überdachter Unterstand auf der Weide  guten Schutz vor anfliegenden Bremsen und reduziert Fliegen wie auch bestimmte Mücken.  Wie kann man lästige Fliegen, Mücken und Bremsen von Pferden abwehren? Zur Insektenabwehr und damit auch zur Minderung des Fliegenbefalls werden bei Mensch und Tier Einreibungen mit  Insekten abweisenden Mitteln (Repellents) verwendet. Die Wirkstoffe dieser Repellentien verringern die  Lockstoffwirkung der Körpersekrete auf der Hautoberfläche. Schon seit dem Altertum wurden verschiedene  ätherische Öle (Zitronen-, Eukalyptus-, Nelkenöl usw.) verwendet. Auch oral verabreichte Präparate mit  Ausscheidung über die Haut (Knoblauch, Vitamin B in hohen Dosen) zeigen eine gewisse Wirkung. Da die Präparate  als Dermatologika (Hautschutzmittel, Kosmetika) nicht den strengen Prüfungen der Wirksamkeit und Verträglichkeit  wie Arzneimittel unterliegen, entwickelte sich auf diesem Sektor ein breiter Markt, auf dem viele wenig oder nicht  wirksame, jedoch oft teure Präparate angeboten werden. Häufig werden auch die Inhaltsstoffe verschwiegen oder  nur teilweise genannt, da deren Nebenwirkungen nicht untersucht wurden. Nicht jeder Stoff ist gut verträglich und  wirksam nur weil er von Pflanzen stammt.  .Alle geprüften und wirksamen Präparate sind an den Angaben der Inhaltsstoffe erkennbar. Der einzige am Pferd  geprüfte Wirkstoff in Deutschland ist Permethrin in der schon genannten Wellcare-Emulsion für Pferde. Die sichere  Wirksamkeit wurde gegen Fliegen und Bremsen nachgewiesen, die gute Verträglichkeit untersucht und das Präparat  nach strenger Prüfung als Tierarzneimittel zugelassen. Als Dermatologikum (Hautschutzmittel) geprüft wurde auch  MIRA-Fliegenschutz. Das Präparat enthält DEET (Autan), den aus der Humanmedizin weltweit bekannten Wirkstoff.  Die Wellcare–Emulsion gewährt einen mehrere Tage bis Wochen anhaltenden Schutz. MIRA Fliegenschutz ist für  einen kurzen Schutz für Stunden während eines Ausritts geeignet. 
ZeckLab
Welche fliegenden Insekten befallen Pferde? Fliegende Insekten (Zweiflügler, Dipteren) befallen Pferde im Stall und auf der Weide. Auch sie wollen als  Parasiten auf den Pferden Nahrung aufnehmen, indem sie lecken oder stechen und Blut saugen. Zu diesen  Dipteren gehören die Stall- und Weidefliegen, die Bremsen, die Stechmücken (Moskitos), Kriebelmücken,  Gnitzen und die Lausfliegen. Dasselfliegen sind eine besondere Gruppe, die ihre Eier zur Entwicklung der  Larven bei Pferden ablegen. 
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