ZeckLab
Der direkte Erregernachweis Borrelien sind sehr anspruchsvolle Bakterien für deren Anzucht man ein sehr komplexes Medium mit vielen  Inhaltsstoffen benötigt (BSK-H Medium). Die Anzucht bedarf sehr viel Erfahrung, hat jedoch gegenüber der PCR  den Vorteil, dass Erreger die Chance haben, sich zu vermehren. Im Prinzip reicht 1 Borrelie im Ausgangsmaterial  wie Hautbiopsie, Synovia oder Synovialis für den Nachweis des Erregers aus. Sind viele Borrelien im  Ausgangsmaterial vorhanden, kann der positive Befund der kulturellen Anzucht schon nach kurzer Zeit (2 - 4  Tagen) erfolgen. Sind wenig Borrelien im Material, dauert die Anzucht auch mehrere Wochen.   Die PCR (Polymerase Chain Reaction beruht darauf, dass ein Stück DNA-Strang mit Hilfe einer Polymerase  (Enzym) millionenfach vermehrt wird, um es dann leichter nachweisen zu können. Die PCR weist also eine  extreme Empfindlichkeit auf. Bis zu 10 Borrelien sind im Material noch nachweisbar. Die hohe Empfindlichkeit  birgt allerdings auch Risiken, denn minimale Verschleppungen des vermehrten Materials können zu  Verunreinigungen und somit auch zu falsch-positiven Ergebnissen führen.  Indirekter Erregernachweis  Für den indirekten Erregernachweis benötigt man lediglich eine Blut- oder Serumprobe, da nicht die Borrelien  selbst bestimmt werden, sondern die gegen sie gerichteten spezifischen Antikörper. Lassen sich im Serum  spezifische Antikörper nachweisen, bedeutet das, dass der betreffende Organismus mit Borrelien in Kontakt  gekommen sein muss. Es muss eine Infektion stattgefunden haben. Hierbei ist zu beachten, dass eine Infektion  nicht mit einer Erkrankung gleichzusetzen ist. Viele Infektionen verlaufen klinisch inapperent, lediglich die  spezifischen Antikörpertiter weisen auf eine stattgefundene Infektion hin. 
Home Infotexte Aufträge Literatur AGB Impressum zurück