ZeckLab
ELISA  Die serologische Methode anhand des ELISA erlaubt zunächst nur die Aussage:  a)  Es sind keine Antikörper vorhanden      oder  b)  Es sind Antikörper vorhanden.  Aus diesem Grund ist eine Verlaufsuntersuchung nach ca. 4 Wochen wichtig. Bei dieser Untersuchungsmethode  können Kreuzreaktionen mit verwandten Erregern oder unspezifische Reaktionen auftreten und zu falsch positiven  Ergebnissen führen. Daher sollte, um endgültig Klarheit zu schaffen, der Westernblot als Bestätigungstest  durchgeführt werden.  Westernblot  Beim Westernblot werden die einzelnen Proteine des Erregers aufgetrennt und die Immunreaktion gegen jedes  einzelne Antigen bestimmt. Jede einzelne Bande stellt die Antikörperantwort gegen das hier befindliche Protein dar.  Die unterschiedlichen Banden haben hierbei unterschiedliche Bedeutung. Die Proteine werden entsprechend ihrem  Molekulargewicht in kDa unterschieden. Will man mit dem Westernblot frische und ältere Infektionen differenzieren,  geschieht dies ebenfalls durch die Antikörperklassen IgM und IgG.  Bedeutung der Proteinbanden: 100 kDa (p100) IgG Antikörper gegen dieses Protein sind hochspezifisch und werden vor allem in der Spätphase der Infektion nachgewiesen. 66 kDA (VlsE) IgG Antikörper gegen dieses Protein sind  sehr spezifisch und werden vor allem in der Spätphase der Infektion zusätzlich zu der 100 kDa-Bande oder der 18 kDa-Bande nachgewiesen. 41 kDa (p41, Flaggelin)  wenig spezifisch, Antikörper gegen dieses Protein werden auch gebildet, wenn sich der Organismus mit anderen Flagellen tragenden Bakterien auseinandersetzt. 39 kDa  (BmpA)  Antikörper gegen dieses Protein sind hochspezifisch und lassen sich im gesamten Krankheitsverlauf nachweisen. 31 kDA (OspA)  Antikörper gegen dieses Protein sind spezifisch und treten erst im späteren Erkrankungsstadium auf. Für OspA (31 kDa) sind eine Reihe unterschiedlicher Serotypen bekannt. Da es sich bei dem Merilym Impfstoff um eine OspA-Vaccine handelt, werden Antikörper gegen dieses Protein nach erfolgter Impfung gebildet. 22 kDa (OspC)  Antikörper gegen dieses Protein sind sehr spezifisch und erscheinen sehr früh nach einer Infektion. Bei dem von uns verwendeten Westernblot werden OspC-Antigene verschiedener Genospezies verwendet. 20kDa (p41/intern) und 18,5 kDa (p41/intern)  Antikörper gegen diese Proteine sind wenig spezifisch. 18  kDa (p18)  Antikörper sind  hochspezifisch und treten vor allem in der Spätphase der Borreliose auf. Interpretation des Westernblots  Das Ergebnis eines Westernblots ist dann als positiv zu bewerten, wenn Antikörper gegen spezifische Proteine  nachgewiesen werden. Bei Nachweis von Antikörpern unspezifischer Proteine, die unter Umständen auch bei  anderen Infektionen auftreten können, kann es zu einem fraglichen Ergebnis kommen. In diesem Fall ist der Blot mit  einer zweiten, 14 Tage später entnommenen Serumprobe zu wiederholen. Wird anhand der zweiten Untersuchung  deutlich, dass der Patient zusätzliche Antikörper bildet oder die Intensität der vorhandenen Antikörper ansteigt, ist  davon auszugehen, dass er sich aktiv mit dem Erreger auseinander setzt.  Für die Interpretation des IgM-Westernblots ist vor allem die frühe Bande 22 kDa (OspC) von Bedeutung. Generell  sollten bei der Gesamtbeurteilung der  Borrelien-Westernblots nicht nur die Art und Anzahl, sondern auch die Stärke  der Banden in die Bewertung mit einbezogen werden. 
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