Klinik Die Inkubationszeit beträgt 8 – 20 Tage. Klinisch treten in der akuten Phase Fieber, Depression, Apathie,  geringgradiger Gewichtsverlust, Anorexie, Lymphadenopathie, Splenomegalie, Epistaxis und thrombozytopenische  Blutungen auf. Die klinischen Symptome können nach 1 bis 4 Wochen verschwinden, aber es bleibt eine  subklinische Infektion zurück, die unter gewissen Umständen in die chronische Phase eintreten kann.   Die Erkrankung geht häufig mit Veränderungen im Blutbild (Thrombozytopenie) und einer Erhöhung der Leberwerte  einher. Die Serumelektrophorese zeigt Hypoalbuminämie, Hyperglobulin- sowie Hypergammaglobulinämie.     Spezielle Labordiagnostik Durch die Labordiagnostik bei verdächtigen Hunden sollten die spezifischen Erreger der Infektionen nachgewiesen  werden. Grundsätzlich wird die mikroskopische Untersuchung eines peripheren Blutausstriches (Ohrvene) und die  Buffy-coat Anreicherung vorangestellt. Sind die Erreger bei dieser Untersuchung nachzuweisen, so ist die Diagnose  gesichert. Zeigt der Patient Lymphknotenschwellungen, so sind die Erreger auch direkt im gefärbten Ausstrich aus  Lymphknoten- oder Knochenmarkspunktaten nachweisbar. Ist die Parasitämie für den direkten Nachweis zu gering,  sollte die DNA der Ehrlichien mittels PCR aus der Buffy-coat Anreicherung, dem Lymphknoten- und/oder  Knochenmarkspunktat nachgewiesen werden. Der Antikörpernachweis im Immunfluoreszenz-Test (IFT) ist ab dem  20. Tag nach Infektion möglich. Ein positiver Titer (>1:20 bei Urlaubshunden und >1:40 bei importierten Hunden)  spricht für eine Infektion. Zur Überprüfung dient eine zweite Titerbestimmung. Bei einem Anstieg des Titers von  wenigstens 2 Titerstufen liegt eine Erkrankung vor.     Therapie Tetrazyklin 22 mg / kg KM alle 8 Stunden für wenigstens 2 Wochen im akuten Fall, im chronischen Fall für 1-2 Monate Doxycyclin 10 mg / kg  KM (max. 25 mg/kg)  p.o. oder i.v. täglich über 10-14 Tage. Doxycyclin penetriert besser intracellular und ist deshalb häufig effektiver Co-Infektionen von Ehrlichien mit Babesien kommen vor. In diesen Fällen zusätzlich 2 Dosen Imidocarb (Carbesia,  ESSEX)  5-7 mg/kg i.m. im Abstand von 14 Tagen geben.  Nebenwirkungen von Imidocarb (Salivation, Durchfall, Schwäche 10-15 min. nach der Injektion) sind mit 0,05 mg/kg  Atropin sulf. i.v. zu beheben. 
ZeckLab
Infektiologie und Pathogenese  Die Ehrlichiose des Hundes wird durch Ehrlichia canis, eine Rickettsie, hervorgerufen. Der gramnegative kokkoide  Erreger parasitiert im Zytoplasma von Monozyten, wo er in gefärbten Ausstrichen gefunden werden kann (Abb. 1).  Er wird mit dem Speichel der braunen Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) übertragen. Nach der Infektion  gelangt der Erreger ins Blut und befällt lymphatisches Gewebe, vor allem Lymphknoten und mononukleäre  Phagozyten in Leber und Milz. Von dort aus erreicht er andere Organe, befällt Endothelzellen und verursacht  Vaskulitiden. Im Serum werden Antikörper der Klasse IgM nach dem siebten Tag p.i. und IgG ca. nach dem 14. Tag  p.i. gefunden.   
Abb 1: Ehrlichien in einem Monozyten eines an Ehrlichiose erkranten Hundes
Erreger der monozytären Ehrlichiose in einem Monozyten Home Infotexte Aufträge Literatur AGB Impressum zurück