ZeckLab zurück
Diagnose Die Diagnose wird auf der Grundlage des Vorberichtes (Aufenthalt in Südeuropa oder in tropischen Gebieten,  Zeckenbefall) sowie aufgrund der klinischen Erscheinungen gestellt. Die Diagnose wird gesichert durch den  Nachweis der Babesien im nach Giemsa gefärbten Blutausstrich und/oder dicken Tropfen. Bei negativem Befund im  Blutausstrich und dicken Tropfen sollte zusätzlich ein direkter Erregernachweis mittels DNA-Analyse (PCR)  durchgeführt werden. Auch der Nachweis von Antikörpern aus dem Serum ist möglich. Hierbei ist eine  Titerverlaufskontrolle notwendig, bei der der Titer um wenigstens 2 Titerstufen ansteigen muss. Wie bei allen  serologischen Untersuchungen können auch bei der Babesiose-Antikörperbestimmung die Immunglobulin-klassen  IgG und IgM unterschieden werden.     Therapie Imizol und Carbesia (beide Wirkstoff Imidocarb, Schering Plough). Die Präparate sind in Deutschland nicht  zugelassen und müssen über die Auslandsapotheke bezogen werden.   Infektionsprophylaxe: Schutz vor Zeckenbefall  Mit einer Zeckenprophylaxe sollte schon vor der Reise in warme Länder begonnen werden. Hierfür ist z. B. das  Präparat exspot (Wirkstoff Permethrin, Essex Tierarznei) als spot on bestens geeignet. exspot zeichnet sich durch  seine 65%ige Permethrin-Konzentration aus, denn nur so hoch konzentriert kann Permethrin als Repellent wirken.  Niedriger konzentriert weist exspot zwar eine insektizide aber keine Repellentwirkung auf. Das Präparat ist  ausgesprochen gut verträglich, da der Wirkstoff in den oberen Hautschichten eingelagert wird. Ein mit exspot  behandelter Hund kann unbedenklich gestreichelt werden. Ein weiteres Beispiel ist Frontline (Wirkstoff Fipronil,  Merial), das als spot on und als Spray auf dem Markt erhältlich ist. Die Wirksamkeit ist von der auf das Fell und die Haut verbrachten bzw. dort wirksamen Dosis abhängig. Als  Shampoo beim Bad verwendete Mittel dürfen nicht ausgewaschen werden. Die Wirkungsdauer von 3 - 4 Wochen  ist für die jeweils vom Hersteller empfohlene Dosis angegeben. Wiederholungen sind besonders bei hohem  Zeckenaufkommen notwendig. Längere Wirkungsdauer kann mit Hundehalsbändern erzielt werden, jedoch ist die  vom Halsband abgegebene Dosis geringer. Halsbänder enthalten verschiedene akarizide Wirkstoffe, von denen  sich die Pyrethroide (Permethrin und Deltamethrin) durch eine repellierende und abtötende Wirkung auf Zecken  auszeichnen. Es ist zu beachten, dass durch Abnehmen der Halsbänder und beim Schwimmen der Hunde die  Wirksamkeit unterbrochen wird. Auch handelt es sich bei Halsbändern häufig um Formulierungen mit ständiger  Wirkstoffabgabe in Form von Puder, wodurch auch der Tierhalter mit dem Wirkstoff konfrontiert wird. 
Home Infotexte Aufträge Literatur AGB Impressum