ZeckLab
Betr.: Artikel „Die schrägen Mode-Diagnosen. Der hat doch bestimmt…..“  eigentlich habe ich die Zeitschrift CAVALLO immer für seriös und sachlich gehalten. Der Artikel „Die schrägsten  Mode-Diagnosen….“ hat mich jedoch eines Besseren belehrt. Dieser Artikel hat eindeutig Bildzeitungscharakter.   Soviel Unwissenheit und dann noch gepaart mit Ignoranz ist der Gipfel. Sicherlich gibt es Infektionen die auch  symptomlos verlaufen. Die Betonung liegt hierbei auf „auch symptomlos“. Ohne Symptome geht kein Tierbesitzer zu  seinem Tierarzt, um eine Erkrankung abzuklären. Wie in der Humanmedizin kommt eine Borrelioseerkrankung dann  zum Tragen, wenn eine andere Grunderkrankung vorliegt, sprich das Immunsystem geschwächt ist.  Falschmeldungen sind an der Tagesordnung und schüren häufig Ängste, wie auch dieser Artikel, der einen das  Grausen vor Tierärzten lehrt, die offensichtlich alle unsere Tiere tottherapieren wollen. Geht’s noch?  Die Borreliose ist eine sehr ernst zu nehmende schwere Erkrankung von Mensch und Tier und keine  Modeerkrankung. Die Diagnose ist sehr schwierig, und es muss nicht selten zusätzlich ein ganzes Panel an  Ausschlussdiagnostik betrieben werden. Sie haben es eigentlich schon richtig erkannt, Schmerzen können auch  andere Ursachen haben, und allein aus vorhandenen klinischen Symptomen lässt sich auch keine Diagnose stellen.   Die uns zur Verfügung stehenden Untersuchungstechniken haben je nach Testsystem ihre Vor- und Nachteile sowie  ihre Stärken und Schwächen. Deshalb muss auch von Fall zu Fall entschieden werden welche Methode am Besten  anzuwenden ist. Das Testsystem von Prof. Straubinger ist hierbei nicht das Einzige uns zur Verfügung stehende Blot  Verfahren, aber offensichtlich soll es durch diesen Artikel mit vermarktet werden. Welch ein Zufall, dass er es  gegenwärtig auch für das Beste hält.. Es ist richtig, dass kein Verfahren 100 %ig ist. Deshalb ist es bei serologischen  Untersuchungen wichtig, auch eine Kontrollverlaufsuntersuchung durchzuführen Dieses wird jedoch häufig, um  Kosten zu sparen, vom Patientenbesitzer nicht gewünscht.   Vielleicht sollte sich die Zeitschrift CAVALLO doch um mehr Sachlichkeit bemühen und die Texte ihrer Autoren vor  dem Druck von Fachleuten begutachten lassen. Ungesundes Halbwissen über Multisystemerkrankungen ist  keine  gute Grundvorrausetzung, um einen Artikel zu schreiben. 
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