Ohne Behandlung kann nach Rückbildung der Rötung Wochen bis Monate später ein zweites Krankheitsstadium  auftreten: Es entwickeln sich Taubheitsgefühl, schmerzhafte Nervenentzündung und Lähmungen, die meist die  Körperpartien betreffen, an denen zuvor die Zecke gesogen hat. Häufig sind Gesichtsnerven, Nerven der Arme und der  Beine geschädigt. Diese Symptome können sich auch zurückbilden und später schubweise wieder auftreten. Seltener  kommt es zu Entzündungen des Herzens und der Augen.  In einem dritten Stadium (nach sechs Monaten oder später) sind vorwiegend Gelenke betroffen, wobei insbesondere  Entzündungen der Knie- und Sprunggelenke auftreten. In verschleppten, unerkannten Fällen können noch nach  Jahren Entzündungen der Haut in Erscheinung treten, sowie chronische Entzündungen im Hirn- und Rückenmark, die  mit einer multiplen Sklerose verwechselt werden können.  Diagnostik der Lyme-Borreliose  Die Lyme-Borreliose gehört in Europa zu den bedeutendsten durch Zecken übertragenen Infektionen bei Mensch und  Tier. Tiere werden hierbei vergleichsweise viel häufiger durch Zecken befallen als Menschen, woraus eine sehr hohe  Seroprävalenz resultiert.   Im Vordergrund steht die klinische Diagnose am erkrankten Tier, die durch serologische und/oder kulturelle  Untersuchungsmethoden gestützt wird. Die Befundinterpretation muss sorgsam und individuell für jedes einzelne Tier  erfolgen.  Bei der Diagnostik der Borreliose werden unterschiedliche Verfahren angewendet:  Der direkte Erregernachweis (Anzucht oder PCR)  Der indirekte Erregernachweis durch Bestimmung spezifischer Antikörper (ELISA, Westernblot,  recomBlot,  LineBlot) 
ZeckLab
Borreliose Die Borrelien befinden sich im Darm und in den Speicheldrüsen der Zecke. Die kleinen Nymphen, die man leicht  übersehen und zerdrücken kann, sind als Infektionsquelle besonders gefährlich.  Der Erreger dieser Erkrankung ist ein Schraubenbakterium (Borrelia burgdorferi s.l.), das in Zecken in ganz  Deutschland verbreitet ist. Regional unterschiedlich, im Mittel jedoch ca. 25 % aller Zecken sind infiziert. Es werden  allerdings nicht bei jedem Stich einer infizierten Zecke auch die Erreger übertragen.  Die Krankheit heißt Zeckenborreliose oder im englischen Sprachgebrauch auch "Lyme disease". Sie ist durch  äußerst vielseitige Erscheinungsbilder charakterisiert. Im Frühstadium (1. Stadium) kann sich nach ein bis drei  Wochen um den Zeckenstich herum eine Hautrötung ausbreiten, die meistens ringförmig und größer als eine  Handfläche wird (Erythema migrans).  
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